Wildnispädagogik für Schulklassen

In der heutigen Zeit, der modernen Welt, haben Kinder und Jugendliche immer seltener die Gelegenheit, in der Natur zu sein. Dabei sind sie es, die oftmals noch die Verbundenheit mit der Natur spüren und sich begeistern lassen- egal ob es um die Beobachtung eines Frosches, das Entzünden eines Feuers oder den Bau eines Unterschlupfes geht.
Basierend auf dem Wissen und den Erfahrungen von Naturvölkern bieten wir an Projekttagen, schuljahresbegleitenden Programmen und auf Klassenfahrten die Möglichkeit, mit Neugier, Kreativität und Eigeninitiative die Natur vor der Schultür zu erforschen und sich ihr wieder anzunähern. Auf spielerische und leichte Art findet dadurch ein Lernen über die Natur, sich selbst und die Mitmenschen statt.

Projekttage an Schulen

Klassenfahrten - Gemeinsam Wildnis wagen

Ein Anmeldeformular für die Schulklassenaktionen finden Sie hier

Individuelle Gestaltung
Bei uns sieht jeder Projekttag und jede Klassenfahrt anders aus. Wir bieten Ihnen Programme an, Sie äußern Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ziele für diesen Tag, und dementsprechend stricken wir das Programm für Ihre Klasse zusammen. Gerne greifen wir auch aktuelle Themen aus dem Unterricht oder der Klassengemeinschaft auf.
Aber auch die Natur und das Wetter spielt oftmals mit rein und sorgt für Unvorhergesehenes und spontane Aktionen, Programmänderungen, Extraprogramme, Umplanungen, so dass immer wieder Bewegung drin ist und jede Aktion sich immer wieder im Zusammenspiel gestaltet.

Pädagogisches Konzept

Die Arbeit beruht auf den Grundlagen der Natur- und Wildnispädagogik.

Die Wildnispädagogik ist eine Lehr- und Lernmethode, die auf dem Wissen und den Erfahrungen der Naturvölker beruht.

Da in früheren Zeiten das Wissen über die Natur (über)lebensnotwendig war, musste es auf effektive und nachhaltige Weise von Generation zu Generation weitergeben werden. Die Grundlage dafür ist, dass für das Lernen eine Notwendigkeit geschaffen wird. Diese darf aber nicht nur von außen auferlegt sein, sondern soll auch als innere Notwendigkeit entstehen.

Tom Brown Jr. und sein Schüler Jon Young, die selber auf die Art und Weise ausgebildet wurden, haben sich auf die Suche danach begeben, wie Lernen bei Naturvölkern funktioniert, und uns dies in Form des „Coyote Teaching“ zugänglich gemacht.

Der Coyote ist in der indianischen Mythologie der große Trickster. Er dient als Bild für die Kunst des Lehrens, die die Lernenden unbemerkt Wissen aufnehmen lässt, ihre eigene angeborene Neugierde steigert und ihre Wahrnehmung zu öffnen vermag.

Bei der Lehrmethodik „Coyote Teaching“ nimmt der Lehrer die Rolle des Mittlers zwischen dem Schüler und dem eigentlichen Lehrer, der Natur, ein.

Ungelöste Rätsel, Tricks, Spiele und vor allem die Kunst des Fragenstellens wecken die Neugier der Schüler. Es gibt keine prompten Antworten, die den Verstand füttern, sondern stattdessen begibt sich der Schüler auf den eigenen Weg zur Antwort, was wiederum zu neuen Fragen führt und diese wiederum zu neuen. Auf diese Art und Weise, von der eigenen Neugier angetrieben, beginnt der Schüler zu lernen, durch eigene Erfahrung mit jedem seiner Sinne - oftmals ohne sich dessen selbst bewusst zu sein. Ganzheitlichkeit, Kreativität, Eigeninitiative, erhöhte Gegenwartspräsenz und der Hunger nach Wissen werden dabei gefördert.

Ziele und Wirkung unserer Angebote:

Die SchülerInnen kommen in Kontakt mit der Natur und erfahren sich bewusst als Teil der Erde. Durch das Kennenlernen der Pflanzen, Tiere etc. wachsen die Achtung und der Respekt vor anderen Lebensformen.
In der Natur besteht die Notwendigkeit, sich zu unterstützen, füreinander da zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Die SchülerInnen haben die Zeit und die Notwendigkeit, sich miteinander auseinanderzusetzen und andere Seiten der Klassenkameraden kennenzulernen, wodurch das soziale Miteinander gefördert wird.
In der Natur stößt man auf natürliche Art und Weise an seine eigenen Grenzen und hat dadurch die Möglichkeit, diese kennenzulernen und zu erweitern. Das eigene Selbstbewusstsein wird gestärkt.
Lernen durch Erfahrung: die Schüler machen ihre eigenen Erfahrungen und werden von uns angeleitet und betreut. Sie haben Zeit und Raum zum Ausprobieren, Fehler machen und lernen. Dadurch werden Eigenverantwortlichkeit und Kreativität gefördert.
Durch Einüben anderer Formen der Kommunikation lernen sie sich mitzuteilen und den anderen zuzuhören.
Für Sie als Lehrer ist dies eine Möglichkeit, ihre Klasse in unsere Obhut zu geben, sie mit Abstand und Distanz zu beobachten und ihre Schüler aus anderen Perspektiven und Blickwinkeln kennenzulernen.